Was ist Pickleball?
Pickleball ist ursprünglich schon in den 60er Jahren in den USA entstanden und in den letzten Jahren zu einer in Deutschland bzw. Europa schnell wachsenden Trendsportart geworden. Es handelt sich um einen Rückschlagsport, der Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis kombiniert. Man kann das Spiel sowohl outdoor als auch indoor betreiben. Beim TuS Bremen führen wir Pickleball zur Zeit nur als Hallensport aus. Analog zu den o.g. Sportarten kann man Pickleball als Einzel oder als Doppel spielen. Gespielt wird auf einem Feld, das Badmintongröße hat, mit einem niedrigen Netz, speziellen Schlägern (sog. Paddles, die etwas größer als ein Tischtennisschläger sind) und einem gelöcherten Kunststoffball. Gezählt wird wie beim Tischtennis bis 11 bei zwei Punkten Vorsprung. Punkten kann nur der Aufschläger. Der Aufschlag ist von unten (d.h. in einer Bewegung von unten nach oben mit dem Treffpunkt des Balles unterhalb der Hüfte) diagonal über das Netz auszuführen. Der Aufschlag muss vor dem Rückschlag aufticken, was auch für den Rückschlag gilt (das nennt sich 2-Bounce-Regel). Danach wird frei gespielt, bis eine Partei den Ballwechsel gewinnt und damit entweder punktet oder das Aufschlagsrecht erobert. In die sog. Kitchen, einer verbotenen Zone am Netz, darf der Aufschlag nicht gespielt werden und in ihr darf kein Volley gespielt werden. Jeder der Verstöße würde zum Verlust des Ballwechsels führen. Das sind im Wesentlichen die Regeln. Der Sport ist leicht zu erlernen, taktisch geprägt und für alle Altersgruppen geeignet.
Eine übliche und aus dem Tennis bekannte Spieltaktik besteht etwa drin, mit dem Return so viel Druck aufzubauen, dass man mit dem Schlag direkt an das Netz vorrücken kann, was dem Gegner wiederum etwa einen Passierball ermöglicht oder ein direktes Duell am Netz provoziert.
Die kurzen Wege zum Netz führen zu häufigeren Netzduellen als beim Tennis, die Netzduelle wiederum erfordern schnelle Reaktionen und Geistesgegenwart.
Spielende mit Rückschlagspielerfahrung können diese Erfahrung gut einbringen. Es fällt sehr auf, dass Neulinge in wenigen Minuten die Gesetzmäßigkeiten der Sportart erlernen und voll spielfähig sind. Man kann sich schnell damit beschäftigen, die eigene Fehlerquote zu senken und taktische
Elemente auszuprobieren. Wer einen optischen Eindruck haben möchte, sei auf die reichlich vorhandenen Videos auf YouTube verwiesen. In NRW gibt es zwar einen Landesverband als Dachorganisation, der auch Landesmeisterschaften ausrichtet, aber es gibt (noch) keinen organisierten Ligabetrieb.
Wann und wie kann man Pickleball beim TuS Bremen ausüben?
Die Spielzeiten für Pickleball sind dienstags und freitags von 19 -22 Uhr parallel zum Badminton. Es gibt bis zu drei Netzanlagen, die je nach Bedarf
aufgebaut werden können. Schnuppern ist jederzeit kostenfrei möglich. Schläger und Bälle sind vereinsseitig reichlich vorhanden. Erfahrene Spieler kaufen sich natürlich ihren eigenen Schläger, wie in jeder Rückschlagsportart üblich.
Benötigt man zur Teilnahme am Pickleball eine Vereinsmitgliedschaft?
Stellt sich Pickleball nach dem Schnuppern als geeignete Sportart heraus, gibt es zwei mögliche Nutzungsvarianten: einmal die normale Mitgliedschaft beim
TuS Bremen mit einem Preis wie beim Badminton auch, d.h. halbjährlich 57 € (Stand: März 2026) oder als Alternative (ohne Vereinsmitgliedschaft) die
Nutzung des Enser Sporttalers. Diese können zum Preis von 5 € beim Gemeindesportverband erworben werden und man kann die Einheit mit diesem
Sporttaler bezahlen. Etwa Tennisspieler können so die Wintersaison überbrücken, ohne gleich ein neues Vereinsengagement eingehen zu müssen.
Man zahlt nur das, was man auch nutzt, ohne sich zu binden. Der Taler kann grundsätzlich auch für Angebote anderer Enser Vereine genutzt
werden. Welche das sind, hängt vom Verein ab und sind dort zu erfragen.